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    [GER : RUS] - 20.05.10

    Mütterchen Russland schlägt zurück und das nicht zu knapp. Das unsere deutschen 1.6 Spieler darunter leiden müssen ist natürlich bedauerlich, dabei sah es am Anfang so eindeutig aus.

    Die erste Map, welche beim ENC immer von den Admins entschieden wird, sollte de_tuscan sein. Im internationalen Vergleich trotz der langen Anwesenheit im Mappool immer noch eine deutsche Map. Dies sollte auch das Endergebnis beweisen. Nachdem Deutschland die Kniferound holte und als CT startete war der Rest Formsache. Mit einem aggressiven CT-Spiel und vielen Pushes über Mitte und Z-Gang konnte man das Aufbauspiel der Russen ständig aufs Neue stören. Ganze drei Runden ließ man zu und ging somit logischerweise mit einem 12:3 Halbzeitstand für die Deutschen in die kurze Pause.

    Als T verlor man Pistol, was allerdings nicht weiter schmerzen sollte. Russland holte die drei Standardrunden, verlor die erste Buyround und sollte am Ende auch nur noch mit zwei weiteren Runden belohnt werden, während Deutschland den Sack zu machte. So blieb es bei einem 16:8 und Russland hatte die Mapwahl.

    Man kann sich nun fragen ob die Russen sich das erste ENC Match der Deutschen angeschaut hat und deswegen de_dust2 wählte, oder ob es rein intuitiv war, weil sie sich dort sicher fühlten. Deutschland, nach einer verlorenen Knife als CT startend, spielte unglaublich konzentriert und konnte sich mit einem untypischen Halbzeitstand von 11:4 durchsetzen. Dank einer starken Leistung seitens cyx, der auf der ersten Map eher selten auffiel, ging man gestärkt in die zweite Hälfte. 

    Wer nur ein wenig Ahnung von Counter-Strike hat weiß, dass de_dust2 definitiv eine T-Map ist. Russland bewies uns das Gegenteil. Nein, viel mehr sollte man sagen, dass die Deutschen genau wie im Spiel gegen Spanien extreme Probleme in ihrem Aufbauspiel hatten. Ständig wurde ihnen das Standbein weggerissen, indem Russland den Firstfrag landete und das nicht zu selten. Beim Stand von 15:8 war es soweit. Deutschland hatte ganze sieben Matchbälle. Doch anstatt diese zu nutzen, lief man Runde für Runde in die Fadenkreuze der aimstarken Russen bis es schließlich 15:15 stand. In der Overtime machte Russland kurzen Prozess und besiegelte den Gesamtausgleich mit einem Endergebnis von 21:17.

    Auf italienischem Grund ging es weiter. de_inferno stand an und Deutschland führte einen neuen Ritus weiter. Wie schon auf den vergangenen beiden Maps holte man die erste Pistolround, sowie die folgenden zwei Pflichtrunden. Leider sollte die frühe Dominanz nicht lange halten und das Spiel wurde ungewollt spannend. Russland holte drei Runden in Folge und brachte es somit auf ein 3:3. Ab diesem Punkt sollte es ein hin und her werden, bis es letztendlich 8:7 für die Russen stand. 

    Ab diesem Punkt sollte das Endergebnis schon besiegelt sein. Die Osteuropäer ließen keine Fehler zu, boten keine Lücken und verwiesen die Deutschen mit ihrem Aiming in die Schranken. Ganze vier Runden holten unsere Mannen noch, was allerdings das Maß aller Dinge war. 16:11 sollte es am Ende heißen, was für Russland den Gesamtsieg von 2:1 bedeutete.

    Zusammenfassend muss man sich besonders vor zwei Spielern des russischen Line-Ups verbeugen. hooch und Dosia waren wohl einer der Gründe warum man die drei Punkte aufs Konto gutgeschrieben bekam. Aimtechnisch waren sie weit über dem, was die Deutschen vorzuweisen hatten. Desweiteren gibt es etwas Interessantes bezüglich der Pistolrounds. Diese wurden nämlich gerecht aufgeteilt. Deutschland holte auf jeder Map die erste Pistolround und die dazugehörigen Pflichtrunden, während Russland jede Pistol nach dem Seitenwechsel ergatterte. Als nächstes steht übrigens das Spiel gegen Frankreich am 03.06.10 an.

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